LED LENSER M8: Die High-End Taschenlampe

LED LENSER M8 TaschenlampeVor kurzem haben die Solinger Taschenlampenprofis von LED Lenser mit der M8 ihre erste Taschenlampe auf den Markt gebracht, die nicht mehr mit Energie aus herkömmlichen Batterien gespeist wird. Erstmals kommen in einer kompakten Taschenlampe zwei CR123 Batterien zum Einsatz, die noch mehr Power für den Outdoor-Einsatz liefern.

CR123 Batterien haben entscheidende Vorteile: Zum einen bieten die Batterien doppelt so viel Spannung im Vergleich zu beispielsweise herkömmlichen AA-Mignon Zellen, zum anderen halten sie deutlich länger durch und sind damit optimal für längere Einsätze ohne lästigen Batteriewechsel geeignet. Natürlich sind auch entsprechende Akkus erhältlich. Darüber hinaus sind CR123 Zellen temperaturresistent und liefern auch bei niedrigen Gradzahlen konstante Energie.

Im Lieferumfang enthalten sind die LED Lenser M8 Taschenlampe, zwei Duracell CR123 Batterien, ein Lanyard für das Handgelenk, ein Clip zur Befestigung an Jacke oder Gürtel, ein Band mit einem kleinen Karabinerhaken sowie eine Beschreibung zu den Funktionen der Lampe. Das alles wurde schick verpackt in einer robusten schwarzen Schachtel, die sich damit auch perfekt als Geschenk eignet.

Die LED Lenser M8 liegt fantastisch in der Hand. Das Gehäuse ist aus schwarzem Flugzeug-Aluminium gefertigt, das besonders robust und widerstandsfähig ist. Laut Hersteller ist die Lampe rundum vor Spritzwasser geschützt. Der gummierte Tastschalter am Ende der Lampe, über den die unterschiedlichen Lichtmodi gesteuert werden, ist einfach zu bedienen und macht ebenfalls einen sehr widerstandsfähigen Eindruck. Die Lampe ist 183 mm lang, hat einen Durchmesser von 37 mm und ein Gewicht von ca. 160 g. Damit ist sie etwa vergleichbar mit der P7 von LED Lenser, die bei vielen Geocachern und Outdoor-Freunden bereits zum Standard geworden ist.

Aus diesem Grund haben wir uns bei unserem Test dazu entschlossen, die LED Lenser M8 bei einem Nachtcache-Einsatz direkt mit der P7 zu vergleichen, um einen besseren Eindruck von der Leistungsfähigkeit dieser Lampe geben zu können. Schon beim ersten Einschalten beider Lampen fällt auf, dass die M8 über erkennbar mehr Leuchtkraft verfügt. Mit satten 235 Lumen kommt sie auf eine Reichweite von 230 Metern, was in dieser Klasse zu den absoluten Bestwerten zählt. Ist das Licht der P7 eher warm und gelblich, so leuchtet die M8 durch ihre überarbeitete LED-Technologie und ihre einzigartige Reflektorlinse in einem helleren weiß und bringt damit gerade in der Umgebung deutlich mehr Licht ins Dunkel.

In der Helligkeit ist der Unterschied zwischen der LED Lenser M8 und dem soliden Standard-Modell P7 also deutlich sichtbar, in der Reichweite dagegen kommen beide Lampen auf einen hervorragenden Wert mit einem Unterschied von nur wenigen Metern. Einziger Wermutstropfen ist die leichte Ringbildung am äußeren Lichtkegel, die in den Zwischenstufen der Fokussierung der M8 auftritt.LED LENSER M8 im Einsatz Voll aufgezogen sowie im Nahbereich treten diese Randerscheinungen allerdings nicht auf. Fokussieren lässt sich die Lampe mit nur einem Handgriff. Hierfür wird der Linsenkopf mit nur einem Finger stufenlos und schnell nach vorn oder hinten bewegt.

Großer Pluspunkt der LED Lenser M8 ist die einfache Bedienung trotz zahlreicher Lichtmodi. Über den robusten Gummi-Druckknopf am Ende der Lampe wird die Smart-Light-Technology der M8 komfortabel gesteuert. Mit insgesamt acht verschiedenen Lichtfunktionen in drei unterschiedlich einstellbaren Programmen kann die Lampe optimal auf die eigenen Bedürfnisse eingestellt werden. Vom Easy Programm für gelegentliche Nutzung, über die Professional Einstellungen mit weiteren Funktionen bis hin zu einem Defense Programm, das auch beim Militär zur effektiven Selbstverteidigung eingesetzt wird. Das Lichtprogramm kann jederzeit einfach und schnell geändert werden.

Der Benutzer entscheidet selbst, ob die Lampe im batterieschonenden „Energy Mode“ betrieben werden soll, der automatisch die Helligkeit an den Batteriestatus anpasst, oder im sogenannten „Current Mode“, der konstant die gleiche Helligkeit liefert. Ab hier lässt sich LED Lenser M8 in insgesamt acht Lichtfunktionen durchschalten: Über einen leichten Druck des Schalters lassen sich Morse-Zeichen darstellen, ohne die Lampe komplett einzuschalten. Erst wenn der Knopf durchgedrückt wird, leuchtet die M8 konstant, beispielsweise im Boost-Modus, der kurzzeitig mehr Licht liefert als die aktuell eingestellte Funktion. Low-Power für blendfreies Lesen, der Dim-Modus für eine Regulierung zwischen 15 und 100 Prozent, Blink-, SOS- und der Defense-Strobe-Modus runden den Funktionsumfang der Lampe ab.

Der Hersteller gibt eine maximale Leuchtdauer von 17 Stunden an, die allerdings nur für den kleinsten Helligkeitsbereich der LED Lenser M8 gelten. Beim Nachtcache-Einsatz im „Energy Mode“ kommt die Lampe jedoch ebenfalls auf eine hervorragend Laufzeit von etwa 7 bis 8 Stunden, je nachdem, wie man die Lampe einsetzt und beansprucht.

Der Preis für die LED Lenser M8 liegt im Cacher-Shop derzeit bei 108,99 Euro. Der höhere Preis im Vergleich zur P7 ist durchaus gerechtfertigt, denn hierfür liefern die Zweibrüder aus Solingen eine absolute High-End-Taschenlampe, die nicht nur bei Geocachern keinerlei Wünsche offen lassen wird. In Sachen Leuchtdauer, Reichweite und Helligkeit erreicht die Lampe absolute Referenzwerte in dieser Leistungsklasse, die derzeit beinahe konkurrenzlos sind.

 

Direktvergleich

 
LED LENSER M8 LED LENSER P7
Länge 183 mm 133 mm
Gewicht 159 g 192 g
Reichweite 230 Meter 210 Meter
Lumen 235 200
Batterien 2x CR123 4x AAA
 
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7 Comments

  1. Posted 7. November 2011 at 09:03 by Piegeler | Permalink

    @Carnosaurus: Nein, in der Regel gehe ich mit einem Satz Batterien auf Tour und lade die Dinger auf wenn ich wieder zu Hause bin. Im Dunkeln hab ich damit bisher noch nie gestanden selbst wenn ich stundenlang unterwegs bin ;-)

    Wenn Du die Lampe tatsächlich dauerhaft im Turbo-Modus laufen hast, dann wundert mich das nicht das Du einen “Bollerwagen” mit Ersatzakkus brauchst :-)

  2. Posted 6. November 2011 at 11:00 by Reflektor | Permalink

    Naja Zweibrüder und Highendleuchte würde ich jetzt nicht so sehen, aber wem es gefällt.
    Meine erste LED war auch eine P7 und ich weiß
    auch warum ich die nach kurzer Zeit wieder verkauft habe.
    Da lauf ich lieber mit einer Fenix TK21 und einem 18650 rum und hab auch eine schöne Komplettausleuchtung als diese Fokusspielerei.
    Aber früher dachte ich halt auch mal Led Lenser sind super bis ich mal die vernüftigen Alternativen gesehen habe.
    Bis dahin
    Reflektor

  3. Posted 5. November 2011 at 20:38 by Carnosaurus | Permalink

    @Piegeler: Natürlich nutze ich im Regelfall den Turbo-Modus – warum denn auch nicht?

    Und zu “Wenn man anständige Batterien in der Lampe hat, dann muss man eigentich gar keine Ersatzakkus mehr mit sich herumschleppen”:

    Führst Du Buch darüber, wie lange die Batterien/Akkus schon drin sind und machst dann eine Hochrechnung, wie lange wohl die Batterien/Akkus noch halten werden bis dass sie ausgetauscht/aufgeladen werden müssen?

  4. Posted 5. November 2011 at 10:37 by Piegeler | Permalink

    Der Testbericht haut mich jetzt auch nicht vom Hocker, aber er gibt zumindest mal einen kleinen Einblick in den Funktionsumfang dieser Lampe. Konnte bisher noch nicht sooo viel über die M8 finden.

    @Carnosaurus: Deine LD40 hat im normalen Betrieb gerade mal etwas über 100 Lumen zu bieten. Glaube nicht, dass Du ständig im Turbo-Modus mit dem Teil unterwegs bist. Selbst im Save-Modus übertrifft die M8 das locker.

    Für alle, die hier angeblich auf Fokussierbarkeit verzichten können: Wer das mal dauerhaft im Einsatz hat, wird darauf nicht mehr verzichten wollen! Vor allem im Industriebereich. Als wenn Geocaching der Nabel der Lampenwelt wäre! Wat de Buur nit kennt …

    Zum “Batteriezoo”: Wenn man anständige Batterien in der Lampe hat, dann muss man eigentich gar keine Ersatzakkus mehr mit sich herumschleppen. Nur weil man die CRs oder 18650er mit denen die M8 übrigens auch läuft nicht bei Lidl an der Kasse gibt, sind sie noch lange keine “Spezialbatterien”. Die Dinger kommen mittlerweile in jede dritte Digitalkamera!

    Halte die Bezeichnung “High End” für die M8 auch für etwas übertrieben, aber diese Lampe setzt Maßstäbe, die andere mit einer Kompaktlampe erstmal erreichen müssen. Soviel zu meiner Meinung.

  5. Posted 4. November 2011 at 21:09 by BNR | Permalink

    “der automatisch die Helligkeit an den Batteriestatus anpasst,” – das konnte meine VARTA (die mit 2 Stück D-Zellen in Wellblech-Rohr) vor 20 Jahren auch schon. Primitiv: Leuchtmittel direkt an die Stromversorgung und ab dafür. Akkus waren auch kein Problem.

    Die Lampe liegt sicher im guten Mittelfeld, aber sie ist zu teuer und nicht High End.

  6. Posted 4. November 2011 at 18:43 by Carnosaurus | Permalink

    Konkurrenzlos?

    Meine Fenix LD40 kostet die Hälfte, hat 5 Lumen mehr, ist wasserdichter (IPX 8) und verträgt normale AA Akkus/Batterien, was den großen Vorteil hat, dass ich nicht mit einem ganzen Akku-Zoo herumlaufen muss – AA Eneloops für Oregon, Kopflampe und LD40 und gut ist. Da ist mir die langere Ausdauer der Lithium-Ionen recht schnuppe, zumal die nicht ganz unbedenklich sind.

  7. Posted 4. November 2011 at 13:18 by Silverio | Permalink

    Naja, wer unbedingt eine fokussierbare Lampe braucht, mag damit glücklich werden.
    Aber eine durchschnittlich helle Lampe für großes Geld zu verkaufen (damit meine ich weniger hier den Shop, sondern Zweibrüder) und dann die Nutzung von sündhaft teuren Spezialbatterien auch noch als Fortschritt zu deklarieren, finde ich ein wenig übertrieben.
    Wenn wengistens auf das wohl inzwischen gebräuchlichste Akkuformat bei den Hihg-End-Lampen, nämlich 18650er zurückgegriffen würde….

    Keine Frage, die Lampe wird schon qualitativ gut sein. Nur halt meiner Meinung nach nicht ganz durchdacht.

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